Gegendarstellung zum CSD Riot Artikel: “Kritik am CSD Erfurt”

By | 25. Juli 2012

Erfurt. Am 23. Juli 2012 veröffentlichte jemand unter dem Namen “CSD Riot” den Artikel “Kritik am CSD Erfurt”. Wir als Veranstalter möchten unsere Meinung in Form einer Gegendarstellung äußern.

Die Kritik der “losen Gruppe”, ist in Teilen sicherlich berechtigt, jedoch in einer Art und Weise formuliert und adressiert, dass offensichtlich eine sachliche Diskussion mit dem Organisationsteam des diesjährigen CSD nicht gewünscht ist. Nichtsdestotrotz wollen wir zu einigen Punkten Stellung beziehen, um Missverständnisse Dritter zu vermeiden.

Die Kritik der mangelnden politischen Auseinandersetzung mit dem Thema und den Ursprüngen des CSD nehmen wir an, allerdings ist die ungenügende Zahl an politischen Veranstaltungen hauptsächlich zeitlichen Gründen geschuldet. Die Möglichkeiten waren dieses Jahr sehr begrenzt, da die Vorbereitungszeit sehr kurz ausfiel. Erst am 9. Juni zum “Tag des offenen Landtags” hatten wir die Möglichkeit Spenden zu generieren und so erst Veranstaltungen jeglicher Art zu  finanzieren. Dieser sehr späte Zeitpunkt ist diversen Rücktritten und Unzuverlässigkeiten aus dem Organisationsteam geschuldet, weswegen wir, Lara Lämke und Nico Heller, ab diesem Zeitpunkt die Hauptorganisation in die Hand genommen haben, damit überhaupt ein CSD in Erfurt stattfinden kann.

Wir wollten gerne nicht nur an die Vegetarier, die sicherlich in den umliegenden Bäckereien und Einkaufsmöglichkeiten etwas essbares finden konnten, denken, sondern auch an jene Menschen, die jedwede tierische Produkte ablehnen. Der Stand, der die Straßenfestteilnehmer mit veganem Essen versorgen sollte wurde leider am Morgen des 20.Juli abgesagt. Wir werden deswegen in Zukunft einen anderen Caterer mit der Essensversorgung beauftragen.

Die Veranstaltung “Sommer OXs” des Thüringer Lederclubs Erfurt e.V. (TLC) war eine eigene, vom CSD Erfurt unabhängige Veranstaltung. Deswegen obliegt es dem Veranstalter, zu entscheiden, wer an welcher Veranstaltung teilnehmen darf.

Zur Instrumentalisierung möchte wir gerne einfach auf den Kommentar von “Unger” unter dem ursprünglichen Artikel verweisen: “Ich war auf dem CSD Erfurt und kann die Kritik der parteipolitischen Instrumentalisierung überhaupt nicht nachvollziehen. Alle Parteien, deren Jugendorganisationen oder Arbeitskreise schienen mir in gleicher Weise vertreten zu sein. Interessant, dass drei Pirat_innen den CSD organisiert haben! Davon habe ich als Besucherin gar nichts mitbekommen.[…]“. Dass wir Piraten sind, wollen wir nicht leugnen, allerdings haben wir versucht jedwede parteipolitische Position im Vorfeld und auf dem Straßenfest zu vermeiden.

Weiterhin sind wir im Vorfeld, wie bereits angesprochen, auf alle weiteren demokratischen Parteien und Wählervereinigungen im Stadtrat und Landtag zugegangen, um für Unterstützung und Teilnahme am Straßenfest zu  werben.

Die Idee, die Transparente öffentlichkeitswirksam auf dem Anger zu malen, kam in der Tat von uns. Der Infostand der Piratenpartei hätte in diesem Fall lediglich als Dach gedient und war auch “von außen” nicht als Pirateninfostand erkennbar sondern als Infostand zum CSD Erfurt 2012. Da dies aufgrund der Witterungsverhältnisse abgesagt wurde, wurden die Transparente zu fünft im SwiB gemalt, ohne, dass eine breite Öffentlichkeit dabei zusehen oder sich spontan hätte beteiligen können.

Die Organisationen, die der Piratenpartei nahe stehen, sind uns zumindest nicht bekannt, allerdings freuen wir uns über diese Information.

Ein Großteil der Finanzierung lief über den LSVD Thüringen e.V., der mit der Piratenpartei in keiner Weise zusammenhängt.

Der persönliche Angriff auf Nico Heller und das Zitieren von einzelnen Tweets aus seinem Privataccount greift weit in seine Persönlichkeitsrechte ein und sollte gründlich überdacht werden, wenn man als Kritiker ernst genommen werden möchte. Die Verleumdungen erreichen in diesem Punkt ein Niveau, dass durchaus zivilrechtlich verfolgbar wäre. Allerdings sind wir der Meinung, dass jeder, der auf dem CSD war und der Nico Heller erlebt hat, gemerkt hat, dass dies bloße Unterstellungen sind.

Als letztes möchten wir noch auf unsere Homepage www.csd-erfurt.de, unsere Facebookseite “CSD Erfurt” und unseren Twitteraccount @CSDErfurt verweisen. Über diese Kanäle war jedes Organisationstreffen angekündigt und immer mit der Einladung aller Interessierten verbunden. Sollte die lose Gruppe “CSD Riot” also das Verlangen verspüren, dass nächste Jahr tatkräftig am Erfurter CSD mitzuarbeiten, so mögen diese doch bitte Homepage, Twitter und Facebook in Zukunft als Informationsquelle für Termine nutzen und ihre Kritik schon in der Vorbereitung und von Angesicht zu Angesicht bei den Treffen im SwiB äußern.

Das Organisationsteam des CSD Erfurt 2012

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