Nachbetrachtung der Ersten Erfurter Vernetzungskonferenz am 10. November 2012

By | 14. November 2012

Alle Bilder von Stephan Jauch.IMG_20121110_162757

Über die Mailingliste und eigentlich schon viel früher über eine Einladung, die ich zwar wahrgenommen hatte, aber wieder vergessen hatte, habe ich von der Ersten Erfurter Vernetzungskonferenz erfahren.

Worum ging es da?

Occupy Erfurt, Transition Town Erfurt und der BUND Thüringen luden zu einer “Open Space”-Veranstaltung ein, unter dem Thema “gemeinsam Handeln für eine zukunftsfähige Stadt” ein.

“Open Space” ist eine Veranstaltung ähnlich einem Barcamp, bei dem erst einmal keine Themen vorgegeben sind. Alle Themen kommen von den Teilnehmern.

Mein Eindruck?

IMG_20121110_151056Anfänglich war der Eindruck ein wenig befremdlich, weil der Moderator nun, Sozialpädagoge ist, oder sowas in der Art und seine Erklärung brachte mir den Eindruck von Pseudoalternativität. Im Laufe der Veranstaltung kam aber einiges Konstruktives rüber. Wobei ich sagen muss, man hatte immer wieder den Eindruck, dass bestimmte Vereine nur dort waren, um sich selber zu profilieren. Vor allem die Organisatoren sind mir da unangenehm aufgefallen, die unbedingt ihre Themen durchdrücken wollte. Vor allem bei den Themen “Bürger Kommune” und “BGE – Lohnende Arbeit” hatte man den Eindruck. Letzteres fand ich sogar sehr destruktiv, da ein Teilnehmer mit seinem unqualifizierten Gequassel vom “Aktiven Grundeinkommen” (Menschen müssen, damit sie Geld kriegen 50 Stunden arbeiten, wenn nicht, dann bekommen sie kein Geld) die ganze Diskussionsrunde getrollt hat. Ersteres hingegen fand ich sehr konstruktiv. Gute Gespräche und Diskussionen mit den Teilnehmenden und am Ende haben wir uns sogar darin unterhalten, dass wir einen offenen Brief an die Stadtratsmitglieder schreiben. Dabei sollen die Stadträte sich selbstverpflichten die Bürger bei Großprojekten automatisch einzubringen und auch mal zu fragen.

IMG_20121110_151133Das letzte Thema, Informationsvernetzung, fand ich noch viel besser, da wir in diesen beschlossen haben, einen eigenen Webspace aufzubauen und die Daten, Termine und auch persönlich miteinander zu vernetzen. Etwas, was ich schon lange in Erfurt machen wollte.

Alles in Allen eine gute Sache, die man gerne wiederholen könnte, aber es wäre besser, wenn sich die Veranstalter beim nächsten Mal doch mehr zurückhalten würden und den Teilnehmern mehr Möglichkeit bringen, sich selbst zu finden.

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2 thoughts on “Nachbetrachtung der Ersten Erfurter Vernetzungskonferenz am 10. November 2012

  1. Anja

    Hallo Christian,
    ich finde die Idee mit dem Webspace toll und möchte gern wissen, wie es weitergeht.
    Schade finde ich, dass du „man“ statt „ich“ schreibst, obwohl es um deinen ganz individuellen Eindruck geht! Und auch den OrganisatorInnen gebührt Respekt für diese 1. Vernetzungskonferenz. Deinen Kommentar finde ich echt nicht okay. Aber gut, nobody’s perfect.
    Viele Grüße,
    Anja

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    1. Christian Beuster Post author

      Erst einmal zur Erklärung:
      Ich sage nur das, was mir aufgefallen ist. Das heißt erst einmal nicht, dass die gesamte Veranstaltung schlecht war. Das habe ich ja auch beschrieben. Die Idee der Veranstaltung ist gut und ich finde auch, dass die Organisatoren gute Arbeit geleistet haben, ohne Zweifel.

      Das „man“, nun, ich habe mit zwei, drei Leuten geredet, denen das ebenfalls aufgefallen ist.

      Reply

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